UTVEI, del 7 / AUSWEG, Teil 7

 



Det var tidlig kveld da skipet Gratuhurti gled inn i Søtrom havn.

Lysene langs kaia blinket varmt i mørket, og sjøsprøyten la seg som sølv over relingen. Kjersti og Hanna sto klare ved landgangen med sekkene sine på ryggen og vinden i håret.

Og der – midt blant ventende mennesker, noen med blomster, noen med hunder, noen med kaffekopper – sto en kvinne i en burgunderfarget ullgenser og vide grønne bukser. 

Håret var kastanjebrunt og samlet i en flette som så ut til å være flettet i fart. Blikket hennes søkte – og fant.

Dinnea.

Hun løftet hånden høyt, vinket med begge armene, som om hun ikke bare hilste – men ønsket velkommen. Kjersti kjente pulsen slå hardt i brystet. Hun ville strekke frem hånden – sånn som hun alltid gjorde når hun møtte noen for første gang.

Men Dinnea ristet lett på hodet og tok to skritt frem.

Og klemte henne.

Ikke en sånn høflig klem med én arm og halv rygg. Men en ekte, trygg, overraskende omfavnelse, varm og bestemt.

Kjersti stivnet først. Øynene hennes flakket litt, blikket søkte etter Hanna, men søsteren smilte bare og så en annen vei, som om hun allerede visste dette var viktig. Og så...

... lot Kjersti det skje.

Hun trakk pusten – og tok imot klemmen. En følelse, større enn velkomst og mer skjør enn forelskelse, vekket noe i henne. Ikke bare i tankene, men i kroppen. En varme som ikke kunne tenkes frem. Som bare kunne kjennes.

Det var som om noe i henne sa: Her er det. Her begynner det.








Es war früher Abend, als das Schiff Gratuhurti in den Hafen von Søtrom glitt.

Die Lichter entlang des Kais blinkten warm im Dunkeln, und die Gischt legte sich wie Silber über das Reling. Kjersti und Hanna standen bereit am Gang, die Rucksäcke auf dem Rücken und der Wind im Haar.

Und dort – mitten unter den wartenden Menschen, einige mit Blumen, einige mit Hunden, einige mit Kaffeetassen – stand eine Frau in einem burgunderfarbenen Wollpullover und weiten grünen Hosen.

Das Haar kastanienbraun und zu einem Zopf gebunden, der so wirkte, als sei er hastig geflochten worden. Ihr Blick suchte – und fand.

Dinnea.

Sie hob die Hand hoch, winkte mit beiden Armen, als wollte sie nicht nur grüßen – sondern willkommen heißen. Kjersti spürte, wie ihr Herz heftig in der Brust schlug. Sie wollte die Hand ausstrecken – so wie sie es immer tat, wenn sie jemanden zum ersten Mal traf.

Doch Dinnea schüttelte leicht den Kopf und machte zwei Schritte nach vorne.

Und umarmte sie.

Nicht so eine höfliche Umarmung mit einem Arm und halbem Rückenkontakt. Sondern eine echte, sichere, überraschende Umarmung, warm und bestimmt.

Kjersti erstarrte zunächst. Ihre Augen huschten unruhig, suchten nach Hanna, aber die Schwester lächelte nur und schaute weg, als wüsste sie bereits, dass das jetzt wichtig war. Und dann...

...ließ Kjersti es geschehen.

Sie atmete ein – und nahm die Umarmung an. Ein Gefühl, größer als ein Willkommen und zerbrechlicher als Verliebtheit, weckte etwas in ihr. Nicht nur in den Gedanken, sondern im Körper. Eine Wärme, die sich nicht herbeidenken ließ. Die man nur spüren konnte.

Es war, als ob etwas in ihr sagte: Hier ist es. Hier beginnt es.









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